Energieintensive Gebäude machen heute 44% der in Frankreich verbrauchten Energie aus, während 31,3% auf den Verkehr entfallen. Der Anteil der Bürogebäude an dieser Gesamtzahl wird auf 15% geschätzt, mit einem durchschnittlichen CO2-Fußabdruck von 9 Tonnen CO2-Äquivalent/m² über ihren gesamten Lebenszyklus. Mit Renovierung, Umgestaltung und Ad-hoc-Ausstattung kann ihre Energiewende gelingen.
Innerhalb von 30 Jahren ist der Verbrauch von Büros um 30% gestiegen. Die meisten von ihnen weisen eine schlechte Energieeffizienzdiagnose (DPE) auf: 58% gehören zu den Klassen E, F oder G, den schlechtesten. Durch ihre Anpassung oder Sanierung können erhebliche Einsparungen erzielt werden. Außerdem trägt sie zum Kampf gegen die globale Erwärmung bei.
Arbeitsräume: Effizienter heizen
Die Heizung bleibt mit 50% der größte Posten bei den Energiekosten. Die Lösungen, die Sie umsetzen können, betreffen in erster Linie die Bausubstanz: Innen- oder Außenisolierung der Wände, Einbau von Doppelfenstern und doppelflutigen Klimaanlagen.
Bei Gas- oder Ölheizungen kann allein der Austausch eines herkömmlichen Heizkessels durch einen Brennwertkessel bis zu 30 % Einsparungen bringen. Wählen Sie auch Thermostate, um den Bedarf je nach Ort anzupassen: 19 bis 21°C für Arbeitsräume, 10 bis 12°C für Lagerräume.
Im Sinne eines "Smart Building" können vernetzte Thermostate eine digitale Steuerung der Heizung ermöglichen, um sie nachts auszuschalten. Oder um die Raumtemperatur tagsüber um 1°C zu senken und so bis zu 7% der Kosten einzusparen.
Intelligentere Beleuchtung in Büros
Die Beleuchtung macht 10 bis 20 % des gesamten Energieverbrauchs eines Büros aus. Um die Beleuchtung zu optimieren, sollten Sie energiesparende LED-, Metalljodid- oder A-Klasse-Lampen verwenden.
Zeitschaltuhren oder Anwesenheitssensoren können das Licht in nicht besetzten Büros automatisch ausschalten. Lichtempfindliche Zellen sorgen dafür, dass die Beleuchtung je nach Stärke des Tageslichts gedimmt wird.
Die richtige Raumgestaltung fördert das Tageslicht. Mehr Glaswände, helle Anstriche, die Neuorganisation von Arbeitsplätzen in Großraumbüros oder Co-Working-Räumen sind Alternativen, die sich als sparsam erweisen. Aber auch für das Wohlbefinden der Arbeitnehmer sind sie vorteilhaft!
Zielen Sie auf weniger energieintensive Materialien für Arbeitsräume ab.
Die Ausweitung des Computerparks ist ein weiterer Grund für die steigenden Energiekosten in Büros. Die Anschaffung vonLaptops mit dem Energy-Star-Label lohnt sich sowohl aus wirtschaftlicher Sicht (50-80% geringerer Stromverbrauch) als auch aus produktiver Sicht (Eignung für Telearbeit).
Bei Druckern sollten Sie sich eher für Gemeinschaftsdrucker als für Einzelgeräte entscheiden. Bei Zusatzgeräten wie Mikrowellen, Kaffeemaschinen und Wasserkochern ist die Wahl von Geräten mit geringem Stromverbrauch logischerweise naheliegend.
Einfache Gesten anwenden, die die Stromrechnung senken
Die Nutzung ist ein nicht zu unterschätzender Faktor bei der Senkung der Ausgaben. Schalten Sie außerhalb der Arbeitszeiten alle Geräte aus! Im Vergleich zu einer "normalen" Nutzung verbraucht ein Computer im Standby-Modus noch 20-40 %; derselbe Modus macht 80 % des Gesamtverbrauchs eines Druckers aus.
Auch die Vervielfachung von Tabs, die Anhäufung von Dateien in der Cloud oder die Nutzung des Internets verbrauchen mehr, als es den Anschein hat. Das Versenden einer E-Mail soll zwischen 4 und 50 g CO2 verursachen. Die Nutzer sollten ihre E-Mails regelmäßig leeren, ihre Systeme aktualisieren und weniger schwere Anhänge versenden.
Sich für ein nachhaltiges Gebäude engagieren?
Idealerweise wird die Energiesparpolitik eines Büros durch eine CSR-Maßnahme oder sogar eine HQE-Zertifizierung konkretisiert.
Die Ehrgeizigsten können sich für ein Plusenergiegebäude einsetzen, d. h. sie produzieren mehr als sie verbrauchen. Die Lösungen sind bekannt: Installation von Photovoltaikanlagen, Wärmepumpen, solaren Warmwasserbereitern, Regenwassersammlern etc. In manchen Fällen ist eine finanzielle Unterstützung durch den Staat möglich.
Quellen: www.ecologie.gouv.fr, ADEME, Observatoire de l'immobilier durable, GRDF, Carbon Literacy Project.
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